Von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang: Wie viel Energie verbraucht ein Haus, während wir schlafen?

Wenn der Abend kommt, gehen die Lichter aus, Fernseher und Computer werden ausgeschaltet und das Smartphone landet oft am Ladegerät auf dem Nachttisch. Das Haus scheint stillzustehen, doch die Elektroanlage arbeitet weiter.…
Wenn der Abend kommt, gehen die Lichter aus, Fernseher und Computer werden ausgeschaltet und das Smartphone landet oft am Ladegerät auf dem Nachttisch. Das Haus scheint stillzustehen, doch die Elektroanlage arbeitet weiter.
Kühlschrank, Modem, Geräte im Stand-by, Sicherheitssysteme und Klimaanlagen können nachts eingeschaltet bleiben. Einige müssen ohne Unterbrechung funktionieren, andere beziehen weiterhin Strom, um bestimmte Funktionen aufrechtzuerhalten. Zu verstehen, was während dieser Stunden geschieht, hilft daher, den häuslichen Verbrauch besser einzuordnen.
Stellen wir uns einen gewöhnlichen Abend vor. Der Fernseher wird ausgeschaltet, der Computer geschlossen, die Lichter in den Räumen gehen aus und in der Küche bleiben nur die notwendigen Geräte in Betrieb. Gerade von diesem Moment an lässt sich leichter erkennen, wie viel Strom weiterhin verbraucht wird.
Viele Geräte können nämlich auch dann mit dem Stromnetz verbunden bleiben, wenn sie nicht direkt benutzt werden. Der Fernseher kann ebenso im Stand-by bleiben wie eine Spielekonsole oder ein Computer. Das Modem sorgt weiterhin für die Verbindung, während Smartphones und Smartwatches die Nacht über geladen werden können.
Zu den Geräten, die angeschlossen bleiben können, gehören:
Dann gibt es ein Gerät, das nachts unabhängig von den Tätigkeiten der Bewohner seine Funktion weiter ausübt: den Kühlschrank zusammen mit dem Gefrierschrank.
Auch wenn niemand die Tür öffnet, greift das Kühlsystem ein, um die Innentemperatur stabil zu halten. Der Betrieb erfolgt über automatische Zyklen: Zu manchen Zeiten läuft der Kompressor, zu anderen steht er still.
Der Kühlschrank ist daher ein nützliches Beispiel, um zwischen notwendigem und vermeidbarem Verbrauch zu unterscheiden. Seine Stromversorgung muss aktiv bleiben, damit Lebensmittel richtig aufbewahrt werden. Dasselbe Prinzip gilt für andere Geräte, deren Funktionen eine kontinuierliche Versorgung erfordern, etwa bestimmte Sicherheitssysteme oder spezielle Haushaltsgeräte.
Dass ein Haus still und scheinbar unbewohnt ist, bedeutet daher nicht, dass alle Geräte ausgeschaltet sind.
Auch nachts verbrauchen verschiedene Bereiche des Hauses weiterhin Energie. In der Küche bleibt der Kühlschrank in Betrieb, während im Schlafzimmer Smartphones, Smartwatches und Lampen angeschlossen bleiben können.
Auch im Wohnzimmer können Fernseher, Soundbar, Spielekonsole und Decoder im Stand-by bleiben, ebenso wie Computer, Monitore und Drucker im Arbeitszimmer. Der nächtliche Verbrauch ist daher häufig die Summe vieler kleiner Verbräuche: Einige sind notwendig, andere entstehen dadurch, dass Geräte jederzeit betriebsbereit bleiben.
Einen für alle Haushalte gleichen Nachtverbrauch festzulegen, wäre wenig realistisch. Ein Haus mit wenigen angeschlossenen Geräten hat ganz andere Anforderungen als eine Wohnung mit zahlreichen elektronischen Geräten, Klimasystemen und Apparaten, die die ganze Nacht aktiv bleiben.
Natürlich spielt auch die Länge der Nacht eine Rolle. Ein Gerät, das jede Nacht acht Stunden eingeschaltet bleibt, sammelt im Laufe eines Monats eine beträchtliche Zahl an Betriebsstunden an.
Um zu verstehen, wie stark sich der nächtliche Verbrauch tatsächlich auswirkt, muss man jedoch über das einzelne Gerät hinausblicken. Ein umfassender Überblick über den eigenen Stromtarif ermöglicht es, den Verbrauch besser zu verstehen und die größten Kostenpositionen zu erkennen. Anbieter wie Acea Energia bieten beispielsweise Tarife für unterschiedliche Bedürfnisse an, sodass die Wahl der Versorgung an die Anforderungen der Menschen und des Hauses angepasst werden kann. Die Versorgung nach den Eigenschaften der Wohnung und der Art ihrer Energienutzung zu beurteilen, kann daher neben dem Umgang mit den einzelnen Geräten ein weiterer zu berücksichtigender Aspekt sein.
Der Verbrauch hängt jedoch vor allem von den im Haus vorhandenen Geräten und ihrer Nutzung ab. Zu wissen, welche Geräte nachts aktiv bleiben, hilft daher, notwendige Funktionen von solchen zu unterscheiden, die reduziert oder anders gesteuert werden können.
Dieser Schritt ist vor allem aus einem Grund wichtig. Wer den eigenen Stromtarif kennt, kann die Beobachtung der Geräte mit einer umfassenderen Betrachtung des Haushaltsverbrauchs verbinden. Der Anbieter legt selbstverständlich nicht fest, wie viel Energie ein Kühlschrank verbraucht oder wie lange ein Fernseher eingeschaltet bleibt. Ausschlaggebend sind die Eigenschaften der Geräte und ihre Nutzung.
Um drei Uhr morgens verändert sich die Situation erneut. Die häuslichen Aktivitäten ruhen, niemand benutzt die Küche und die Lichter sind ausgeschaltet. Der Verbrauch setzt sich jedoch durch die Geräte fort, die betriebsbereit bleiben müssen.
Der Kühlschrank durchläuft weiterhin seine Zyklen, das Modem hält die Verbindung aufrecht und einige Geräte bleiben im Stand-by. Ist eine Klimaanlage eingeschaltet, kann ihr Betrieb den nächtlichen Verbrauch deutlich stärker beeinflussen.
In dieser Phase lassen sich zwei Kategorien unterscheiden. Auf der einen Seite stehen Geräte, die auch während des Schlafs eine bestimmte Funktion erfüllen. Auf der anderen Seite befinden sich Geräte, die lediglich deshalb mit Strom versorgt werden, weil niemand sie vom Netz getrennt oder vollständig ausgeschaltet hat.
Der Unterschied mag in einer einzelnen Nacht gering erscheinen, wird jedoch interessanter, wenn dasselbe Verhalten über Wochen wiederholt wird.
In Sommernächten kann der Verbrauch steigen, wenn die Temperaturen hoch bleiben. Eine Klimaanlage kann mehrere Stunden laufen; ihre Auswirkung hängt von Leistung, eingestellter Temperatur, Effizienz, Raumgröße und Isolierung des Hauses ab.
Ein Ventilator erfüllt dagegen eine andere Funktion: Er fördert die Luftzirkulation, ohne die Temperatur direkt zu senken. Ein Luftentfeuchter wirkt auf die Feuchtigkeit und kann in besonders feuchten Räumen nützlich sein. Bei beiden Geräten beeinflussen Leistung und Betriebsdauer den Verbrauch.
Die Reduzierung des nächtlichen Verbrauchs beginnt mit einer einfachen Frage: Welche Geräte müssen wirklich eingeschaltet bleiben?
Vor dem Schlafengehen kann man die Geräte in den verschiedenen Räumen überprüfen und jene ausschalten, deren Abschaltung keine notwendige Funktion beeinträchtigt. Einige Lösungen sind besonders einfach:
Bei Geräten, die eine dauerhafte Stromversorgung benötigen, ist dagegen Vorsicht geboten. Kühlschrank, Sicherheitssysteme und andere unverzichtbare Geräte müssen ihre Funktion regelmäßig ausüben können.
Auch nachts arbeitet ein Teil der Elektroanlage weiter. Kühlschrank, Internetverbindung, Geräte im Stand-by und Klimaanlagen können aktiv bleiben, während alle schlafen. Zu wissen, welche Geräte Energie verbrauchen, hilft, notwendige Verbräuche von solchen zu unterscheiden, die reduziert werden können.