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Kultur·25. Aug. 2026, 18:50

Der Geheimgang der Inviolata? Er war eine Wasserleitung für die Mönche

Immagine di Il passaggio segreto dell’Inviolata? Era una condotta idrica per i frati

Der vermeintliche Geheimgang der Inviolata-Kirche in Riva del Garda war kein Fluchtweg für Adlige oder Spione, sondern ein System, um Wasser in den religiösen Komplex zu leiten…

Der vermeintliche Geheimgang der Inviolata-Kirche in Riva del Garda war kein Fluchtweg für Adlige oder Spione, sondern ein System, um Wasser in den religiösen Komplex zu leiten. Diese Rekonstruktion stellte Luca Bertolini während einer vertiefenden Veranstaltung zur Geschichte des Denkmals und zur Rolle von Giannangelo Gaudenzio Madruzzo und seiner Ehefrau Alfonsina Gonzaga vor.

Zu den mit der Barockkirche verbundenen Geschichten gehört die eines unterirdischen Tunnels, der die Räume der Inviolata mit dem Bastione verbunden haben soll. Das Vorhandensein unterirdischer Gänge wurde tatsächlich bestätigt, doch ihre Funktion war eine andere als jene, die in der Legende überliefert wurde.

Der Bau der Kirche wurde maßgeblich vom Hauptmann der Rocca von Riva del Garda, Madruzzo, und seiner Ehefrau Gonzaga unterstützt und finanziert. Das Denkmal und das angeschlossene Kloster waren den Gerolamini-Mönchen anvertraut, die einer strengen Klausur unterlagen und daher so organisiert waren, dass sie ohne Kontakt zur Außenwelt leben konnten.

In die unterirdischen Räume wurde ein Brunnen integriert, der von Wasser aus Maso Ronch gespeist wurde. Das Wasser wurde durch unterirdische Leitungen bis zum Komplex der Inviolata geführt und stellte damit eine wesentliche Ressource für die Ordensgemeinschaft sicher.

Die Gänge waren somit eine in die Architektur des Komplexes integrierte Lösung der Wasserbaukunst und kein versteckter Fluchtweg. Die Geschichte des Geheimgangs bewahrt dadurch zwar den Reiz der Legende, findet ihre dokumentierte Erklärung jedoch in der Wasserversorgung.