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Region·24. Aug. 2026, 16:58

Kapuziner verlassen Barbarano nach mehr als vier Jahrhunderten

Die Kapuziner werden zwischen Oktober und November das Kloster von Barbarano in Salò nach mehr als vierhundert Jahren verlassen. Die Entscheidung ist Teil eines Plans zur Verkleinerung des Ordens.

Die Kapuziner werden zwischen Oktober und November das Kloster von Barbarano in Salò am Gardasee nach mehr als vier Jahrhunderten verlassen. Die Entscheidung ist Teil des Plans zur Verkleinerung des Ordens, der mit der sinkenden Zahl der Ordensleute und der Notwendigkeit zusammenhängt, Ressourcen und Gemeinschaften zu bündeln. Die Räume des Klosters werden dem Verein Abitare la Vita aus der Provinz Brescia anvertraut, der mit den Barmherzigen Brüdern verbunden ist. Vorgesehen sind Projekte für Menschen und Familien in schwierigen Lebenslagen sowie Wohnlösungen.

Die Zukunft der angeschlossenen Kirche muss noch festgelegt werden. Außerdem müssen die bislang von den Brüdern für Ordensgemeinschaften, Gesundheitseinrichtungen und den Diözesanklerus gewährleisteten Dienste neu organisiert werden. Ungewiss ist auch die weitere Entwicklung der Laiengemeinschaft des Dritten Franziskanischen Ordens. Nach Ansicht des Generalsekretärs der Comunità del Garda, Pierlucio Ceresa, verliert das Westufer mit dem Weggang der Kapuziner eine Bezugseinrichtung, die seit Beginn des 17. Jahrhunderts besteht. Ceresa erinnert zudem an die Rolle des Mönchtums bei der landwirtschaftlichen und landschaftlichen Entwicklung der Region im Laufe der Jahrhunderte, von den Anbauformen bis zur Verbreitung der als Windschutz verwendeten Zypressen.